Eurythmie - eine Bewegungskunst
mit hundertjähriger Tradition

Der Begriff Eurythmie stammt aus derm Griechischen und heißt wörtlich übersetzt "schöner Rhythmus". Dabei ist "schön" weniger äußerlich zu verstehen, als vielmehr im Sinne von "harmonisch", "im Gleichklang von Innen und Außen".


Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die das ausdrückt, was in Sprache und Musik lebt. Sie wird auf der Bühne, in der Pädagogik, im Arbeitsleben (Betriebseurythmie) und in der Medizin (Heileurythmie) ausgeübt. Vital-Eurythmie leitet sich daraus ab: Sie verwendet und betont die Grundelemente der Eurythmie, um sie "alltagstauglich" zu machen. In diesem Sinne kann man Vital-Eurythmie auch als "Eurythmie für jeden Tag" bezeichnen.

Entwickelt wurde die Eurythmie von dem Wissenschaftler und Philosophen Dr. Rudolf Steiner (1861-1925), der Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophie als Geisteswissenschaft begründet hat.

Die Elemente der Sprache und der Musik bilden die Grundlage, das "Material" der Eurythmie. Dass sich einzelne Buchstaben (Laute), Konsonanten und Vokale auf den Organismus und seine Funktionen auswirken, ist durchaus kein Hokuspokus. Schon Paracelsus sprach davon, dass jeder Mensch über einen "inwendigen Arzt" verfügt, dem lebendige und regenerierende Kräfte eigen sind. Mit diesen Lebenskräften, die ständig im Fluss sind und das gesamte Spektrum aller Laute abbilden, arbeitet die Eurythmie und auch die Vital-Eurythmie.

Eurythmie ist Unterrichtsfach in Waldorfschulen. Hier arbeiten Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse an einer aufrechten Haltung, indem sie, den Kupferstab auf dem Kopf balancierend, mit ruhigen Schritten durch den Raum gehen. Gar nicht so einfach, ohne anzustoßen!